1847: Johann Kirchler setzte den Grundstein zum Wohlbefinden

Als Johann Kirchler 1847 die Thermalquellen und das Anwesen des heutigen Badhotels erwarb, wurde seine  Vision von einem Kraftplatz am Fuße des Tuxer Gletschers Wirklichkeit. Im Laufe von fast zwei Jahrhunderten wurde dann aus einem Badgasthaus ein Gästehaus – Anfang des 20. Jahrhunderts schon mit 90 Betten. Später wurde der Heimstall errichtet – im Laufe der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre wurde immer wieder renoviert und erweitert. So blickt die Familie Kirchler heute zurück auf eine spannende Familiengeschichte, aus der etwas entstanden ist, das stolz macht.

Der Tuxer Riese

Eine tuxer Sage

In fernen grauen Zeiten lebten auch in den Bergen von Hintertux noch die guten „Wilden Fräulein“. Sie schützten das Tal vor Unwetter, verhüteten Brände im Dorfe, halfen durch allerlei Zauberwerk den Bauern bei der Arbeit wie dem kranken Vieh im Stalle und taten auch sonst viel Gutes. Da stieg einmal ein schrecklicher Riese, der aus Südtirol vertrieben worden war, über das Tuxer Joch hernieder ins Dörflein und wollte sich dort ein Schloss bauen. Die Bauern erschraken derart, als sie seiner ansichtig wurden, dass sie am liebsten gleich hinauf in die Berge gerannt wären zu den „Wilden Fräulein“, sie um Rat und Hilfe zu bitten. Aber der Riese hatte scharfe Augen und wachte gut, dass keiner fort konnte. Sie mussten ihn füttern, und das Ungeheuer fraß ihnen fast alles auf, was sie hatten. Darüber hinaus befahl er den Leuten noch, alle Steine aus der Umgegend zusammenzutragen, damit er sich daraus ein Schloss bauen könnte. Als da eines Tages nun ein paar junge Burschen hinaufstiegen gegen die Gefrorene Wand, um von dort Felsblöcke herunterzuholen, begegneten ihnen ganz unvermutet die „Wilden Fräulein“. Da fielen sie vor den schönen Bergmaiden auf die Knie und baten inniglich, sie möchten helfen und den gräulichen Riesen wieder aus dem Tale jagen. Und die Fräulein versprachen es: „Tragt nur Blöcke zusammen, wie euch befohlen wurde, wir verlassen euch nicht!“ So sprachen sie und waren wieder verschwunden. Einige Tage später war’s. Der Riese hatte bereits begonnen, die Blöcke aufeinander zu schichten, da brach ein gewaltiges Unwetter los. Es blitzte und krachte in einem fort, und ein gewaltiger Sturm warf die Felstrümmer in alle Himmelsrichtungen auseinander.